Energiekonzept - 1.2 Dämmung der Außenwände

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Bei der Wanddämmung haben wir uns gegen eine Fassadendämmung von Außen entschieden und werden alle Außenwände von Innen dämmen, aus mehreren Gründen:

  • eine Außenfassadendämmung kann man nicht so ohne weiteres in Eigenleistung machen, man benötigt ein Gerüst und muss anschließend die Fassade neu verputzen lassen.
  • so wie wir die Innendämmung vornehmen können wir im selben Arbeitsschritt sämtliche Leitungen (Strom, Wasser, Heizung, Abwasser, Lüftung, Netzwerk) erneuern ohne 1.000 Schlitze ins Mauerwerk zu fräsen.

Schematisch sieht das dann so aus:

holzstaend schema

von hinten nach vorne:

  • ganz hinten die Hauswand
  • senkrechte Holzbalkenim Abstand von 67,5cm vom Boden bis zur Decke, dazwischen kommt eine 120mm starke Mineralwolle sowie alle Leitungen die zu verlegen sind
  • OSB Platten in 15mm Stärke
  • darauf eine Dampfsperrfolie
  • Rigipsplatten in 9mm Stärke
  • Putz / Farbe / Oberfläche, die man dann schlussendlich auch sehen wird.

Der gesamte Aufbau hat dann schlussendlich 15cm Stärke, d.h. die Räume werden je 15cm an Länge und Breite verlieren. Und genau aus dem Grund haben wir uns auch für die beste, derzeit am Markt verfügbare Mineralwolle entschieden. Noch vor 10 Jahren wurde das "Nonplusultra Niedrigenergiesparhaus" in Steinberg mit 0,45er Mineralwolle gedämmt und war damit State of the art.

Mittlerweile bekommt man zwar noch 0,40er Material, aber gängiger Standard ist derzeit (Stand 2017) 0,35er Mineralwolle. Der beste verfügbare Wärmewert ist 0,32. Hätten wir die 0,35er Mineralwolle genommen hätten wir für den gleichen Effekt anstatt 120mm Dämmstärke mindestens 180mm nehmen müssen und somit nochmal 6cm Wohnraum rundherum in jedem Raum verloren, deswegen das teurere 0,32er um so wenig Raum wie möglich zu verlieren.

Wir haben uns für ZKF 1-032 - Zwischensparrendämmung von Integra entschieden

iso032