ab 2022 - PV-Erweiterung Gartenhaus
2019 hatten wir bereits auf dem Gartenhaus eine PV-Anlage installiert
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siehe auch Photovoltaik Anlage mit 10kWp in Eigenleistung auf dem Gartenhaus
- KW42 - Solarmodule kommen & Photovoltaik Kabel fertig & Gartenhausdach Schienensystem
- KW45 - Wechselrichter,Notaus +Überspannungsschutz installieren
- KW46 - Gartenhausdach mit Bitumen abdichten, Smartmeter
- KW47 - Photovoltaik-Solarmodule montieren
- KW49 - Photovoltaik Netzwerk
- KW50 - Photovoltaik fertig, Lüftungsanlage
Nun wollen wir noch den schmalen Dachstreifen, der nicht mit PV-Modulen belegt ist ausnutzen und darauf eine kleine, separate Solar-Erweiterung installieren um etwas Extra-Strom zu produzieren
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geplant sind sechs der gebrauchten Sunlink SL190 Module, die ich bereits auf dem Pumpenhaus verbaut habe. Die sind mit 80m Breite sehr schmal und liefern etwa 170 Watt pro Stück
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vorsichtig mit dem Rasentraktor den Weg zum Gartenhaus runter
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das restliche benötigte Materiel und Werkzeug zusammen tragen
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das sind die sechs Module
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prinzipiell würden auch alle anderen PV-Module funktionieren, die von den Maßen her passen
zur Befestigung der Module bohre ich die (astbestfreien) Eternitplatten mit einem 10mm Bohrer vor...
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...und schraube danach die langen Stockschrauben mit dem Schlag-Akkuschrauber in die darunterliegenden Dachbalken
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die Stockschrauben haben PU-Dichtscheiben bereits integriert
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was zu lang herausragt wird mit dem Akku-Winkelschleifer ab geschnitten
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dadurch, dass nur sehr wenig Platz ist muss ich bei der Montage etwas tricksen. Ich kann nur eine lange Schiene bestehend aus 40x40mm Aluprofil längs montieren
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die Module liegen mit dem unteren Drittel auf dem Aluprofil auf
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ragen dabei etwa 20cm über die Dachrinne hinweg
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um die Zusatzmodule nun mit den "alten" zu verbinden benutze ich solche kurzen Profilstücke, die ich mit der Metallbandsäge zugesägt habe (Winkelschleifer geht natürlich auch)
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die kommen dann zwischen neue und alte Module...
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...und verbinden diese bombenfest
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so sieht das von unten aus
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am rechten bzw. hinteren Eck des Gartenhauses stehen die neuen Module etwas über, stört mich aber nicht
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nun ist das Gartenhausdach richtig voll belegt
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die Erweiterung bringt zusätzlich 1kWp
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die sechs Module sollen mit zwei zusätzlichen, kleinen Mikro-Wechselrichtern angeschlossen werden.
Links ein GMI Mikro Grid Tie Wechselrichter mit 300 Watt Leistung, rechts ein PVGS mit 600W Leistung. Mehr Infos zu den beiden Geräten findest Du unter Projekte -> Akku & PV -> Leitfaden Akkus & PV von A-Z
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die beiden netzparallelen Einspeisewechselrichter sind preiswert, aber bei voller Auslastung werden sie zu heiß weswegen ich für Zusatzkühlung sorge.
Zum Einen bohre ich die obere Gehäusehälfte mit der Parkside Tischbohrmaschine seitlich mit 8mm Löchern an für zusätzliche Kühlluft
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dann werden beidseitig Kühlkörper mit Wärmeleitpaste & Wärmeleitkleber montiert
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das Ganze dann für 24 Stunden verspannen
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beim größeren PVGS dasselbe Spiel, nur dass er größere Kühlkörper erhält
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dann fällt mir ein Problem auf: ich habe nur noch eines dieser 230V Steckverbinder, den anderen finde ich nicht mehr. OK, darum kümmere ich mich später
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so sieht der GMI Mikro Grid Tie Wechselrichter dann aus, wenn er fertig ist
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Rückseite
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und so der PVGS.
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PS: die Leistungsangaben dieser Geräte ist teilweise willkürlich und reines Marketing. Die GMI Mikro Grid Tie Wechselrichter 266, 300 und 350 sind zu 100% baugleich und diese leisten allesamt 300 Watt.
Die mit 500, 600 und 700 sind ebenfalls baugleich und leisten 600 Watt. Es macht also keinen Sinn, die teuren Geräte zu kaufen sondern immer das günstigste.
Die PVGS sind dabei weitestgehend baugleich mit den GMI, haben rein äußerlich nur eine seitliche Montageplatte anstatt wie bei den GMI am Kopfende. Auf dem Papier sind die PVGS bis 60V PV-Eingangsspannung zugelassen während die GMI nur bis 50V gehen, aber intern haben sie zumindest genau dieselben Eingangskondensatoren mit 50V verbaut also habe ich, Stand heute, die Vermutung, dass sie auch intern identisch aufgebaut sind.
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die beiden Wechselrichter sollen außen am Gartenhaus neben den großen MPP Solar MPI 10k kommen, dazu montiere ich rechts eine schmale OSB-Platte
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Bezugsquellen, Handbuch, Zubehör, Facotry Passwort, Erfahrungsbericht und mehr:
- Hybrid Wechselrichter MPI 10k mit 10000 Watt von MPP Solar Infinisolar
- Hybrid Wechselrichter MPI 5.5k mit 5500 Watt von MPP Solar Infinisolar
darauf lässt sich einfacher weiter arbeiten, als auf den runden Eichen-Rundhölzern
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doch zuerst werden die PV-Module verkabelt, dazu crimpe ich MC4-Stecker an das 4mm Standard-PV-Kabel
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Y-Adapter um die Solarmodule parallel zu schalten.
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Zwei Module gehen an den GMI 300, vier Module gehen dann parallel an den PVGS 500
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ich benutze eine einfache Aufputz-Unterverteilung
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mit zwei Feldern übereinander, so kann ich später AC und DC gut voneinander getrennt verbauen
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Stufenbohrer für die Kabeldurchführungen
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grober Bestückungsplan:
- untere Reihe DC: Überspannungsschutz für PV-Module (sind bestellt), danach Doppel-DC-Leitungsschutzschalter in C16 bzw. C20
- obere Reihe: B16 Leitungsschutzschalter nebst Wattmeter um die Einspeiseleistung zu bestimmen
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da das beigefügte Datenblatt / "Handbuch" recht dürftig ist hier die korrekte Anschlussbelegung:
- die beiden äußeren Klemmen sind für die zu messende Last
- die beiden inneren Klemmen sind zur Spannungsversorgung
- ob N nun wie hier im Beispiel links und L rechts ist ist egal und tauschbar, wichtig ist aber zu wissen, dass rechts außen und rechts Mitte intern miteinander verbunden sind sowie links außen und links Mitte.
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typisch bei den günstigen Wattmetern: die Schraubterminals sind nicht berührungssicher, also klebe ich sie immer doppelt mit Panzertape ab
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die Spannung geht zuerst zum Sicherungsautomaten, dann zum Wattmeter und von da aus zum Wechselrichter
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a propos Wechselrichter, die werden nun auch mal so langsam montiert
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ein 120mm PC-Lüfter kommt genau dazwischen, der soll ein wenig Luft durch die Luftlöcher der beiden Inverter pusten
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montiert mit Abstand zur Rückwand
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im Pumpenhaus habe ich das bereits so gelöst und das hat sich für mich eigentlich ganz gut bewährt: 5mm Loch in die OSB-Platte vorbohren, lange M6 Schrauben eindrehen und mit U-Scheiben und Kontermutter die Wechselrichter mit Abstand festschrauben
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den Lüfter habe ich einfach mit Hilfe eines kleinen WInkels fest geschraubt
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das Päckchen mit den Überspannungsschutzschaltern (= Blitzschutz) ist angekommen, also geht's wieder am Verteiler weiter.
Die Kabel der PV-Module gehen zuerst in den Überspannungsschutz, von da aus zu den DC-Sicherungen. Falls ein Blitz einschlägt wird dieser über das dicke Erdungskabel (Achtung: nicht an die Hauserdung anschließen sonst schickt man den Blitz direkt ins Haus rein, sondern einen Staberder oder Erdungs-Flachband benutzen)
Oben rechts die kleine Platine ist ein DC-DC-Wandler der aus 10 - 110V feste 5V macht, ideal, damit der 12V Lüfter nicht so schnell läuft und dadurch lange hält. Den DC-DC-Wandler habe ich einfach parallel an den PV-Eingang der Module angeschlossen. Scheint die Sonne ist dort Spannung drauf und der Lüfter läuft
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da ich für die beiden Wechselrichter wie schon gesagt nur noch ein Stecker-Anschlusskabelchen habe muss ich improvisieren, schneide also die beiden Steckerchen ab, löte je ein Stück Kabel an und führe dann beide Kabel in eine Verteilerdose
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von da aus geht's dann mit einem 5-adrigen Kabel Richtung Sicherungskasten. Da sich die Wechselrichter wegen der beiden Wattmeter nicht den Neutralleiter teilen dürfen (so wie hier im Bild noch zu sehen, so ist die Sicherung geflogen) verwende ich den grauen Leiter als zweiten N
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so funktioniert es beim Testlauf dann auch
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der GMI 300 mit seinen beiden angeschlossenen Panelen leistet rund 200W
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der PVGS 500 mit seinen vier Modulen entsprechend das Doppelte.
Praktisch bei diesen Wattmetern ist auch, dass sie die eingespeiste Strommenge in Wh mit speichern.
Zu beachten ist allerdings, dass die Anzeige nur dreistellig ist, also bei 999Wh = 1kWh geht es nicht mehr weiter. Am besten zum Jahreswechsel den angezeigten Wert notieren, Sicherung kur raus dadurch wird die Anzeige genullt, und dann für das neue Jahr wieder mitzählen lassen
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so sieht das nun fertig und mit Deckeln aus
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die beiden Wattmeter habe ich übrigens einfach mit einem dicken Klecks Heißkleber seitlich an die dazugehörige Sicherung geklebt
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so, das war's
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Diese kleine Erweiterung dürfte dann also mit 600W effektiver Leistung im Schnitt pro Jahr nochmal weitere 600kWh an selbst produziertem Strom einbringen.
- bei 30 Cent / zugekaufter kWh vom Stromlieferanten entspricht das einem Gegenwert von 200€ pro Jahr, womit die Anlage innerhalb von 2,5 Jahren refinanziert wäre (Module = 180€, Wechselrichter zus. = 140€, Sicherungskasten inkl. Innenleben = 90€, Montagematerial & Kabel = 90€ macht zusammen 500€)
- alternativ entsprechen 600kWh umgerechnet auch 3.500km mit dem E-Auto
- oder die Hälfte des Jahres-Strombedarfes unserer Wärmepumpe
- oder 1/2 Jahr kostenloser Strom für die Sauna im Innern des Gartenhauses




